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HSLU Summer School: Studierende Pflege HF beschäftigen sich mit New Work in Health

Wie sieht die Arbeitswelt der Zukunft im Gesundheitswesen aus? Und welche Rolle spielen dabei Pflege, Technologie und interprofessionelle Zusammenarbeit? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Teilnehmenden der HSLU Summer School «New Work in Health» vom 17. bis 21. August 2026.

Während einer Woche setzten sich Studierende verschiedener Fachrichtungen mit der Arbeitswelt im Gesundheitswesen auseinander. In interdisziplinären Teams entwickelten sie innovative Ideen und Lösungen für «New Work in Health». Am Montag und Donnerstag nahmen je eine Gruppe von XUND-Studierenden an der Summer School teil. Sie setzen sich in einem Gruppenauftrag mit der technologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung im Gesundheitswesen auseinander, mit besonderem Fokus auf das Berufsbild der Pflege.

Von «New Work» bis zum Notfallszenario

Der Montag startete mit verschiedenen Referaten rund um «New Work in Health». Anschliessend ging es in interdisziplinären Gruppen weiter: Gemeinsam entwickelten die Studierenden Ideen für die Gesundheitswelt von morgen und lernten dabei ganz unterschiedliche Perspektiven und Fachbereiche kennen.

Am Donnerstag wurde es praxisnah. Bei einer Exkursion nach Nottwil besuchten die Teilnehmenden SIRMED und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum SPZ.

Bei SIRMED erhielten sie einen Einblick in die Welt des Simulationstrainings. Anhand von realitätsnahen Notfallsituationen erlebten die Studierenden, wie wichtig neben fachlichem Wissen auch sogenannte «non-technical Skills» wie Kommunikation, Teamarbeit und Entscheidungsfähigkeit sind. Simulationstrainings fördern zudem psychologische Sicherheit und eine konstruktive Fehlerkultur – und leisten damit einen wichtigen Beitrag zu Teamgesundheit und Patientensicherheit.

Für Aurita, Studierende Pflege HF, wurde dabei besonders deutlich, wie entscheidend eine gute Zusammenarbeit im Notfall ist: «Ich nehme von diesem Tag mit, dass bei einer Reanimation klare Kommunikation, klare Teamstrukturen und klare Aussagen sehr wichtig sind. Wir haben eine grosse Verantwortung in dieser Situation und es ist deshalb wichtig, dass wir im Team klar kommunizieren und es einen strukturierten Lead gibt, damit die Patientensicherheit gewährleistet ist.»

Zum Abschluss erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung durch das Schweizer Paraplegiker-Zentrum weitere Einblicke in die Arbeit und das Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen.

Über den eigenen Berufsalltag hinausblicken

Der Austausch mit anderen Fachrichtungen eröffnete den Studierenden neue Perspektiven – und zeigte, wie vielfältig die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen ist.

Fabienne, Studentin BSc Pflege an der HSLU, nahm konkrete Ideen für ihren späteren Berufsalltag mit: «Es gibt verschiedene Perspektiven und Abwechslung, welche ich vielleicht auch bei der Spitex implementieren kann.»

Für Mike, Student BSc Medizintechnik | Life Sciences an der HSLU, war insbesondere der Blick über die eigene Profession hinaus spannend: «Ich fand es sehr spannend, mal mit Leuten zu studieren, denen ich später mal als Medizintechniker Material liefere, und deren Arbeitsumgebung zu sehen.»

Genau dieser Perspektivenwechsel macht die Summer School besonders wertvoll. Denn Gesundheit betrifft nicht nur eine Profession, sondern immer mehrere Berufsgruppen. Zu verstehen, wie andere Fachpersonen arbeiten, denken und welche Herausforderungen sie beschäftigen, schafft die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit.

Gemeinsam lernen, Zukunft gestalten

Die Summer School zeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen und Praxispartnern ist. Irene Schwizer, Verantwortliche Fachliche Bildung der Schweizer Paraplegiker-Gruppe, bringt es auf den Punkt: «Die Summer School ist ein schönes Beispiel dafür, wie eine Zusammenarbeit zwischen Bildungsinstitutionen und Praxispartnern funktionieren kann.» 

XUND bringt dabei die Praxisnähe ein, die Hochschule Luzern ihre Expertise aus Forschung und Lehre. Gemeinsam entsteht ein Lernraum, in dem unterschiedlichen Perspektiven zusammenkommen und sich Studierende verschiedener Fachrichtungen austauschen können.

«Wir können zusammen etwas Gutes auf die Beine stellen: ein vielseitiges interprofessionelles Programm, von dem die Studierenden, die hier teilnehmen, profitieren können», sagt Mirjam Wallimann, Bildungsentwicklerin bei XUND.

Wie wichtig dieser Austausch für die Gesundheitsversorgung ist, betont auch Sandra Stalder, Stv. Institutsleitung IPI und Leiterin MSc in Pflege an der HSLU: «Gesundheit betrifft nicht nur eine Profession, sondern immer auch mehrere Professionen.»

Und Kai Franz, Bereichsleiter Continuing Medical Education bei SIRMED, ergänzt: «Teamwork hat einen sehr grossen Einfluss auf die Patientenversorgung.»

Die Summer School zeigt damit, was möglich ist, wenn verschiedene Perspektiven zusammenkommen: voneinander lernen, neue Ideen entwickeln und gemeinsam an der Gesundheitsversorgung von morgen arbeiten.

Noch mehr Eindrücke der Summer School gibt es im Video von der HSLU >