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XUND lanciert Programm Flow3X und investiert in die Bildung der Zukunft

«Mit innovativen Ausbildungsmodellen und moderner Infrastruktur begegnen wir künftigen Herausforderungen und steigern die Attraktivität der Zentralschweizer Pflegeausbildungen. ​Für unsere Region setzen wir gemeinsam mit unseren Partnern neue Akzente in der Ausbildung von FaGe, in der Kollaboration der Lernorte sowie generell im Praxistraining.»

Dies ist unsere Vision von Flow3X.

Unser Auftrag als Zentralschweizer Organisation der Arbeitswelt (OdA) und Bildungszentrum ist die bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung von genügend und qualifizierten Gesundheitsfachkräften für die Region. Die Erfüllung dieses Auftrags ist zentral für die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung von Bewohnenden, Klienten sowie Patientinnen und Patienten. Wie die Zentralschweizer Gesundheitsbetriebe sind auch wir mit Forderungen aus dem Markt des Gesundheitsbereiches als auch mit Forderungen aus Bildung und Gesellschaft konfrontiert. Um für die Branche auch künftig genügend und qualifizierte Gesundheitsfachkräfte auszubilden, lancieren wir unter dem Titel Flow3X ein strategisches Programm, welches sowohl die Ausbildung als auch die Infrastruktur entsprechend weiterentwickelt. Wir sind überzeugt, dass auch die Gesundheitsbetriebe und Berufsfachschulen profitieren werden.

Prozess-Update 20.5.22

Handlungsfeld Ausbildung

Im Februar 2022 hat zum Auftakt ein Roundtable mit den Rektoren und Prorektoren der fünf Berufsfachschulen BBZ Pfäffikon, BWZ Uri, BWZ Obwalden, GIBZ Zug und BBZG Sursee stattgefunden. Dabei erfolgte inhaltlich eine erste konstruktive Auseinandersetzung mit den Ideen und Absichten des strategischen Programms Flow3X. Die generelle Stossrichtung und Idee des Programms fand bei allen Berufsfachschulen Anklang und es wurde die Mitarbeit an der weiteren Entwicklung zugesichert. Im Zeitraum von April bis Juni 2022 werden drei Halbtages-Workshops zur Weiterentwicklung von Ausbildungsmodellen FaGe und AGS durchgeführt. Nebst den fünf Vertretungen der Berufsfachschulen, wirken in diesen Arbeitssitzungen auch die drei Vorsitzenden der Bildungskommissionen von Curaviva Bildung Zentralschweiz, Spitäler Zentralschweiz und Spitex Zentralschweiz mit. Ziel ist, bis zum Sommer erste Grundlagen zu erarbeiten. Diese sollen Ableitungen für den anstehenden Bildungsverordnungs-Revisionsprozess und das parallel bearbeitete Handlungsfeld Raum und Infrastruktur ermöglichen. Zudem sollen aus den Workshops Anknüpfungspunkte für die künftige Weiterentwicklung der Lernortkooperation bei den Berufen FaGe und AGS generiert werden.

Auch für das Teilprojekt Praxistraining sind bis Juni insgesamt vier Halbtages-Workshops geplant. Mitwirken werden Vertretungen aus den verschiedenen Bildungsbereiche von XUND sowie Dozierende aus dem Praxistraining. Im weiteren Prozess sollen die Grundlagen für zukünftige Formen des Praxistrainings für alle Stufen der Pflegeberufe entwickelt werden.

Handlungsfeld Raum und Infrastruktur

Mit dem Projekt Raum & Infrastruktur wird die «Hardware» für die Umsetzung des Projekts Ausbildung bereitgestellt, welches zukunftsträchtige Ausbildungs- und Praxistrainingsmodelle entwickelt. Aktuell werden der langfristige Raumbedarf ermittelt, die Beurteilungskriterien für die Festlegung geeigneter Standorte definiert, sowie die Vorarbeiten für die Standortevaluation geleistet. Im Projekt Ausbildung werden die Infrastruktur-Anforderungen abgeleitet und als Grundlage für die Planungsarbeiten ins Projekt Raum & Infrastruktur eingebracht. Planungspunkte sind die heutigen fünf Berufsfachschulstandorte in den Zentralschweizer Kantonen sowie die bestehenden XUND Standorte. Zurzeit wird zusammen mit den Rektorinnen und Rektoren das jeweilige Infrastrukturentwicklungspotenzial je Standort erhoben. Darauf basierend werden Varianten entwickelt, welche Bildungsangebote in Zukunft an welchen Standorten angeboten werden könnten (Nutzungskonzept).

Flow3X leitet sich ab aus drei Elementen: (1) Dem Namen von Florence Nightingale (1820-1910), der Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege; (2) dem englischen Wort flow im Sinne von fliessende Veränderung; (3) der Verschränkung der 3 Lernorte Betrieb, Praxistraining und Schule.

Ausgangssituation

XUND ist – genauso wie ihre Trägerschaft und die Partner – mit folgenden Herausforderungen konfrontiert:

  • Der Bedarf an Pflegefachkräften nimmt weiterhin stark zu.
  • Die Versorgungsstrukturen und -formen im Gesundheitsbereich (z.B. integrierte Versorgung, Ambulatorien) sowie die damit verbundenen Aufgaben und Rollen verändern sich in einer hohen Dynamik und zum Teil fundamental.
  • Junge Menschen wählen ihre Ausbildung sehr gezielt und sind in Ihrer Berufswahl kritisch. Genügend geeignete Talente zu finden, stellt für Ausbildungsbetriebe zum Teil eine grosse Herausforderung dar.
  • Der digitale Wandel erfasst auch den Bildungsbereich tiefgreifend. Neue Lehr- und Lernformen und -formate entstehen.
  • Die Arbeitswelt verlangt zusätzliche und z.T. neue Kompetenzen wie z.B. kooperatives Handeln, Problemlösungskompetenzen oder kreatives Denken.

In Bezug auf die aufgeführten Forderungen aus dem Markt sowie von Seiten Bildung und Gesellschaft hat XUND die zwei grundsätzlichen Handlungsfelder Ausbildung und Raum und Infrastruktur definiert. In diesen Handlungsfelder verfolgen wir folgende Zielsetzungen:

  • Ausbildungen auf die veränderten Anforderungen des Marktes, der Bildung und der Gesellschaft anpassen
  • Bildungseffektivität und Trainingsintensität erhöhen
  • Ausbildungs-Infrastruktur zur Deckung des künftigen Versorgungsbedarfs sicherstellen.

Darauf basierend werden die folgenden zwei Projekte umgesetzt:

Projekt «Ausbildung»

Dieses Projekt umfasst zum einen die Entwicklung neuer Ausbildungsmodelle der FaGe- und AGS-Ausbildungen für die Zentralschweiz gemeinsam mit allen Ausbildungspartnern (Berufsfachschulen, Betriebe) im Sinne von Lernortkollaboration. Zum andern geht es um die Weiterentwicklung der Praxistrainings (stufenübergreifend) gemeinsam mit allen Partnern (Betriebe, Berufsfachschulen, Bildungszentrum XUND: FaGe und AGS, Pflege HF, NDS AIN HF, Kurswesen).

Projekt «Raum und Infrastruktur»

Dieses Projekt befasst sich mit der Deckung des langfristigen Raumbedarfs, der Modernisierung der Infrastruktur sowie der Entwicklung von neuen Standortoptionen unter Einbezug aller bestehenden Zentralschweizer Ausbildungsstandorte.

Projektbeteiligte

Das strategische Programm wird getragen von der OdA und dem Bildungszentrum XUND. Auftraggeber sind der Vorstand und der Stiftungsrat. Die strategische Verantwortung liegt bei den beiden Präsidenten Walter Wyrsch (Verein OdA XUND) und Josef Widmer (Stiftung Bildungszentrum XUND), sowie beim OdA-Geschäftsführer Tobias Lengen und dem Bildungszentrum-Direktor Jörg Meyer.

Uns ist es ein grosses Anliegen die zahlreichen Anspruchsgruppen von Anfang an gezielt mit in die Entwicklungsarbeiten einzubeziehen. Gemäss der Programmvision sollen für die Region Zentralschweiz gemeinsam mit allen Partnern neue Akzente in der Ausbildung von FaGe, in der Kollaboration der Lernorte sowie generell im Praxistraining gesetzt werden.

Umsetzungshorizont

Bis Mitte 2022 sollen erste Konzeptskizzen für die Ausbildungen vorliegen. Darauf basierend und parallel werden Infrastrukturbedürfnisse erhoben, um letztlich bis Ende 2022 sowohl im Projekt Ausbildung als auch im Projekt Raum und Infrastruktur Umsetzungsvarianten vorliegen zu haben. In den nächsten Wochen werden die Projektarbeiten aufgenommen und die Kontakte zu den verschiedenen Anspruchsgruppen hergestellt.

Fragen und Anregungen

Tobias Lengen

Geschäftsführer OdA / Stv. Direktor Bildungszentrum
041 220 82 76

Jörg Meyer

Direktor Bildungszentrum
041 220 82 75