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Corona national: Übergeordnete Arbeiten und Empfehlungen

 

Bundesamt für Gesundheit: bag-coronavirus.ch

BGS-Empfehlungen Bildungsanbieter Gesundheit

06.04.2020: Der Vorstand der Bildungszentren Gesundheit und Soziales BGS hat an seiner Sitzung von vergangener Woche Empfehlungen formuliert, wie die Bildungsanbieter Gesundheit auf die Auswirkungen der aktuellen Corona-Situation reagieren können. In fünf Leitlinien erläutert der Vorstand den Spielraum für die Diplomausbildungen und für die Nachdiplomstudiengänge, um sie möglichst flexibel der Situation anzupassen. Der Vorstand hat sich dabei an den FAQ des SBFI vom 2. April 2020 und an der neuen MiVo sowie den Rahmenlehrplänen orientiert.

Empfehlungen BGS

Geregelter Einsatz von Lernenden während der Corona-Krise

01.04.2020: In Branchen, in denen die Arbeit aufrechterhalten wird, besteht zum Teil ein besonderer Personalmangel mit entsprechenden potenziellen Mehreinsätzen von Lernenden. Trotz der Mehrbelastung werden die Ausbildungsbetriebe aufgerufen, den Bildungsauftrag nicht zu vernachlässigen und die arbeitsrechtlichen Regelungen einzuhalten.

Covid-19/5 – Information vom 1. April 2020

Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung: Lösungsvorschlag für den Gesundheits- und Sozialbereich

03.04.2020 - Unter der Federführung des Steuergremiums Berufsbildung 2030 (SBFI, Schweiz. Berufsbildungsämterkonferenz, Schweiz. Arbeitgeberverband, Schweiz. Gewerbeverband, Schweiz. Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse) hat eine verbundpartnerschaftliche Arbeitsgruppe einen Lösungsvorschlag für Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung erarbeitet. Dieser Lösungsvorschlag wird im Dokument "Vereinbarung der Verbundpartner der Berufsbildung über ein angepasstes Qualifikationsverfahren in der beruflichen Grundbildung 2020" beschrieben. Der Vorschlag beinhaltet drei Varianten.

OdASanté und SAVOIRSOCIAL nehmen Bezug auf diesen Lösungsvorschlag. Für beide nationalen Dach-Organisationen steht fest, dass nur Variante 3 (a / b) für den Gesundheits- und Sozialbereich infrage kommt, da in einigen Kantonen und Institutionen eine Durchführung der individuellen praktischen Arbeit (IPA) oder der vorgegebenen praktischen Arbeit (VPA) nicht möglich ist.

Die Details dazu sind dem Schreiben von OdASanté und SAVOIRSOCIAL "Information Qualifikationsverfahren berufliche Grundbildungen AGS, FaGe und FaBe" vom 1. April 2020 zu entnehmen. XUND hat in Koordination mit den Bildungskommissionen und den Chefexpertinnen eine Stellungnahme bei der OdASanté eingereicht und darin die Variante 3a «Keine Durchführung einer praktischen Arbeit (IPA)» unter Berücksichtigung von betrieblichen Kompetenznachweisen gemäss dem Vorschlag von OdASanté unterstützt.

Bildungsgänge und Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen

Die Schulen sind gemäss Weisung des Bundesrates vom 13. März 2020 geschlossen. Bildungsgänge können von den Bildungsanbietern fortgeführt werden. Das SBFI unterstützt es, wenn die Bildungsanbieter auf Distance Learning ausweichen. Insbesondere soll nach Möglichkeit den Abschlussklassen das Beenden des Bildungsgangs zum ursprünglich vorgesehenen Zeitpunkt ermöglicht werden. Dafür signalisiert das SBFI Offenheit gegenüber alternativen Lösungen bei der Art und Form der Durchführung der abschliessenden Qualifikationsverfahren (z.B. Videokonferenz für Fachgespräche etc.). Bei allen Lösungen sind zwingend die Vorgaben des Bundesrates sowie des Bundesamtes für Gesundheit BAG einzuhalten. Bei Unsicherheiten oder Fragen können sich die Bildungsanbieter an das SBFI wenden. Auch unterstützt das SBFI bei Bedarf Koordinationsbemühungen von einzelnen Bereichen.

Bildungsgänge und Nachdiplomstudien, die sich noch im Anerkennungsverfahren befinden, können – sofern vom Bildungsanbieter gewünscht – ebenfalls weitergeführt werden. Die Expertinnen und Experten prüfen, welche Kriterien evaluiert werden können trotz Schulschliessung und Verzicht auf physischen Kontakt. Das SBFI steht mit den Leitexpertinnen und -experten zu diesen Fragen im Austausch. Alternativ kann das Verfahren unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Die Bildungsanbieter werden gebeten, den zuständigen Leitexpertinnen und -experten mitzuteilen, falls ein Unterbruch gewünscht ist. Für alle weiteren Fragen steht das SBFI zur Verfügung.

Allgemeiner Hinweis

Der Bund ist zuständig für die Anerkennung von Bildungsgängen an höheren Fachschulen sowie die Genehmigung der Rahmenlehrpläne. Es ist zentral, dass die Umsetzung von Sonderlösungen möglichst nach Bereich einheitlich erfolgt und die relevanten Akteure einbezogen werden. Bei Fragen zur Zulässigkeit von Anpassungen des Bildungsganges bzw. von Abweichungen der MiVo-HF und des jeweiligen Rahmenlehrplans ist das SBFI zuständig und koordiniert bei Bedarf mit den weiteren Akteuren (OdA, Kantone). Die Kantone melden grobe und nicht der aktuellen Situation geschuldeten Verstösse im Rahmen ihrer Aufsicht dem SBFI.

FAQ - Bildungsgänge und Nachdiplomstudien an höheren Fachschulen (HF)

Empfehlung OdASanté zum Einsatz von Auszubildenden im Pflegealltag

19.03.2020 - Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus wird in der Schweiz der Einsatz von Lernenden und Studierenden im Pflegebereich geprüft. Sie können am Arbeitsplatz eine echte Ressource darstellen. Als Trägerin der Bildungsverordnungen und Rahmenlehrpläne im Pflegebereich (und übergeordnet im Gesundheitsbereich) sieht OdASanté nach Rücksprache mit den Bildungsanbietern die Dringlichkeit, was den Einsatz von Lernenden und Studierenden betrifft. Wichtig ist gemäss OdASanté in jedem Fall, dass die Lernenden und Studierenden von erfahrenen und autorisierten Fachkräften angeleitet werden.

Empfehlung von OdASanté vom 19.03.2020

Aufruf der nationalen Verbundpartner

17.03.2020 - Die Schweiz befindet sich in einer ausserordentlichen Lage, die sich jederzeit ändern kann. Die aktuelle Situation wirkt sich auch stark auf die Berufsbildung aus und führt insbesondere zu zahlreichen Vollzugsfragen. Die Verbundpartner der Berufsbildung (Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt) haben sich am Dienstag, 17. März 2020, auf ein gemeinsames, nationales Vorgehen geeinigt. Im Austausch wurde die Problemlage erfasst und der weitere Handlungsbedarf eruiert. Um nun in einem weiteren Schritt konkrete Lösungen für den Vollzug zu definieren, die verbundpartnerschaftlich konsolidiert sind und schweizweit gelten. Hierzu werden Arbeitsgruppen gegründet, die sich den Themen «Qualifikationsverfahren» sowie «Rekrutierung neuer Lernenden» annehmen. Es gilt zu verhindern, dass unkoordinierte Aktionen von Kantonen oder regionalen OdA’s umgesetzt werden. Bis diese konkreten Empfehlungen vorliegen, gilt dieses aktuelle Communiqué von SBFI, OdA und SBBK.

Communiqué vom 17.03.2020