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3. Luzerner Fachtagung Palliative Care brachte über 150 Fachpersonen ins Gespräch

Was bedeutet Fürsorge, wenn Heilen kein Ziel mehr ist? Und wie gehen Fachpersonen damit um, wenn medizinische Möglichkeiten zwar vorhanden sind, aber nicht mehr sinnvoll erscheinen? Diese Fragen standen im Zentrum der 3. Luzerner Fachtagung Palliative Care zum Thema «Wenn die Medizin an ihre Grenzen stösst – zwischen Fürsorge und Vergeblichkeit».

Über 150 Fachpersonen aus unterschiedlichen Gesundheitsberufen setzten sich mit dem Thema Futility auseinander, also mit Situationen, in denen Behandlungen aus fachlicher, ethischer, rechtlicher oder menschlicher Sicht an Grenzen stossen.

Die Fachtagung zeigte eindrücklich, wie wichtig es ist, den Menschen hinter Diagnosen, Symptomen und Therapieentscheidungen nicht aus dem Blick zu verlieren. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Fragestellungen, fachliche Einordnung und der Austausch über Berufsgruppen und Institutionen hinweg. Damit wurde die Tagung einmal mehr zu einem Ort, an dem aktuelles Wissen, Erfahrungen aus der Praxis und interprofessionelle Perspektiven zusammenkommen.

Den fachlichen Auftakt machte Corina Wirth von palliative.ch. Anschliessend beleuchteten die beiden Keynotes die kommunikativen und rechtlichen Fragen rund um Behandlungsbegrenzung, Verzicht und Entscheidungen am Lebensende. Weiter wurden in fünf Workshops die Themen aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft. Im Fokus standen unter anderem Kommunikation am Lebensende, komplexe Entscheidungen in der Palliative Care, ethische Entscheidungsfindung, Futility in der Geriatrie sowie Entscheidungsprozesse von Eltern zwischen Hoffnung und Realität, wenn ein Kind schwer erkrankt ist.

Eine engagierte Podiumsdiskussion sowie zahlreiche Gespräche während des Tages und beim anschliessenden Apéro rundeten die Fachtagung ab. Besonders deutlich wurde dabei: Palliative Care braucht fachliche Expertise, ethische Orientierung, kommunikative Sorgfalt und eine enge Vernetzung zwischen Bildung, Praxis und weiteren Partnern.

Organisiert wurde die Tagung von Vertreterinnen der Hochschule Luzern, der Universität Luzern, von Palliative Zentralschweiz, Palliativ Luzern und XUND. Möglich wurde die Veranstaltung durch die enge Zusammenarbeit von Universität Luzern, Hochschule Luzern Soziale Arbeit und XUND Bildung Gesundheit Zentralschweiz in Kooperation mit Palliativ Luzern und Palliative Zentralschweiz.

Ein grosses Dankeschön gilt allen Mitwirkenden, Teilnehmenden, Sponsoren und Ausstellenden für die hohe Qualität, die Offenheit und das Engagement.

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Die 4. Luzerner Fachtagung Palliative Care findet am 22. Juni 2028 statt.