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XUND Fokus zeigte Wege zu mehr Resilienz in der Pflege

Wie bleiben Fachpersonen im Gesundheitswesen auch in anspruchsvollen Situationen gesund, handlungsfähig und wirksam? Dieser Frage ging die Veranstaltung XUND Fokus «XUND im Kopf, Neurobalance für Resilienz in der Pflege» nach. Der ausgebuchte Anlass zeigte eindrücklich: Resilienz ist ein wichtiges Thema, eine zentrale Kompetenz für die Pflege sowie ein wichtiger Bestandteil zukunftsgerichteter Bildung.

Die Anforderungen in der Pflege steigen. Gleichzeitig bleiben Beziehung, Sinn, fachliche Kompetenz und menschliche Nähe zentrale Elemente des Berufs. Damit Pflegefachkräfte, Lernende und Studierende langfristig gesund im Beruf bleiben können, braucht es Ressourcen, Wissen und konkrete Strategien im Umgang mit Belastung.

Begrüsst wurden die 140 Teilnehmenden gemeinsam von Béatrice Kuster, Programmverantwortliche Resilienz bei XUND und Brigitte Christen, Vorsitzende der Geschäftsleitung von XUND. «Auch wir als Bildungszentrum beschäftigen uns täglich mit Resilienz. Nachhaltige Bildung bedeutet mehr als Wissen zu vermitteln. Es geht darum, Menschen auf ihrem beruflichen Weg zu stärken – fachlich, persönlich und gesundheitlich. Letztlich hängt die Qualität unseres Gesundheitswesens nicht allein von Strukturen, Techno-logien oder Prozessen ab. Sie hängt vor allem von den Menschen ab, die tagtäglich mit Kompe-tenz, Engagement und Herz für andere da sind. Und genau darum geht es heute», leitete Béatrice das Thema ein. 

Den inhaltlichen Auftakt machte Dr. Barbara Studer mit einem Inputreferat zu Neurobalance und Resilienz. Sie zeigte auf, wie mentale Stärke im Alltag entwickelt werden kann und weshalb kleine, regelmässige Handlungen eine grosse Wirkung haben können. Im anschliessenden Podiumsgespräch wurde das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven vertieft. Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Pflegepraxis und Führung diskutierten, wie Belastung erkannt wird, wo Handlungsspielräume bestehen und weshalb Teams eine wichtige Ressource für Resilienz sind.

Im letzten Teil des Anlasses wurden die Teilnehmenden selbst aktiv. Im kleineren Gruppen sammelten sie konkrete Strategien, Gewohnheiten und Mikroskills, die psychische Gesundheit und Resilienz stärken. Besonders häufig genannt wurden Schlaf und Regeneration, Naturerleben, Bewegung, soziale Beziehungen, Achtsamkeit, Musik, Selbstfürsorge und bewusste Pausen.

Die Rückmeldungen zeigten ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheit. Viele der genannten Strategien wirken nicht nur auf einer Ebene, sondern verbinden Körper, Psyche, soziale Beziehungen, Sinn und Umwelt. Ein Spaziergang in der Natur kann beispielsweise Bewegung, Erholung, Perspektivenwechsel und emotionale Regulation zugleich fördern.

Diese Sichtweise entspricht dem Positive Health & Health Literacy Framework, auf dem das neue Kursangebot von XUND basiert. Das Modell stellt psychische Gesundheit und Resilienz ins Zentrum und verbindet biologische, psychische, soziale, ökologische und spirituelle Faktoren. Es macht sichtbar, dass Gesundheit nicht isoliert entsteht, sondern im Zusammenspiel verschiedener Lebensbereiche.

Mit dem neuen Kursangebot zu Resilienz greift XUND diese Erkenntnisse auf. Der Kurs vermittelt praxisnahe Grundlagen und konkrete Ansätze, mit denen Fachpersonen ihre psychische Gesundheit stärken, Selbstregulation fördern und Ressourcen im Berufsalltag bewusster nutzen können. Im Zentrum stehen alltagsnahe Strategien, die Einzelpersonen, Teams und Organisationen unterstützen.

Der XUND Fokus machte deutlich: Resilienz bedeutet nicht, immer funktionieren zu müssen. Resilienz bedeutet, eigene Ressourcen wahrzunehmen, Belastungen einzuordnen, Unterstützung zu nutzen und die persönliche Balance immer wieder zu stärken.

Damit leistet XUND einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Pflege und zur Stärkung der Menschen, die täglich für andere da sind.

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