Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)
Cécile Berlinger

Rekordzahlen in der Ausbildung: 686 neue Lernende Fachpersonen Gesundheit und Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales am Bildungszentrum XUND

Die überbetrieblichen Kurse für angehende Gesundheitsfachkräfte haben erstmals am Bildungszentrum XUND (ehemals ZIGG) gestartet. Damit deckt XUND sämtliche Bildungsstufen von der Grundbildung über die Höhere Fachschule Pflege und BMA, bis hin zu den Nachdiplomstudien Anästhesie-, Intensiv- und Notfallpflege HF und verschiedene Weiterbildungen ab. Ziel von XUND ist die bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildung von genügend und qualifizierten Gesundheitsfachkräften für die Zentralschweiz.

Am Montag, 21. August hat für 1755 Lernende Assistentinnen/Assistenten Gesundheit und Soziales (AGS) sowie Fachfrauen/Fachmänner Gesundheit (FaGe) – davon 686 im ersten Jahr – das neue Schul-jahr begonnen. Zum ersten Mal besuchen die angehenden Fachkräfte die überbetrieblichen Kurse unter dem neuen Dach von XUND, das für das Bildungszentrum Gesundheit wie auch für den Verband bzw. die Organisation der Arbeitswelt (OdA) steht. «Mit den rund 50 neuen und total 125 Klassen in den überbetrieblichen Kursen bieten wir am Bildungszentrum XUND neu bedarfsgerechte Aus- und Weiterbildungen über die ganze Laufbahn aus einer Hand an», erklärt Jörg Meyer, Direktor vom Bildungszentrum XUND.
Auch aus Verbandssicht ist die ganzheitliche Laufbahnoptik und die enge Kooperation mit dem Bildungszentrum wichtig: „Wir bieten Fachkräften mit Aus- und Weiterbildungsangeboten aus einer Hand attraktive Perspektiven.“, erklärt Tobias Lengen, Geschäftsführer der OdA XUND. Diese sind gemäss Schweizer Versorgungsbericht von 2016 von grosser Bedeutung und tragen dazu bei, die Berufsverweildauer von Gesundheitsfachkräften zu verlängern. Zudem bergen die nach wie vor steigenden Zahlen bei den FaGe-Lernenden grosses Potential, um mehr Pflegefachkräfte für die Höhere Fachschule zu rekrutieren. Dies ist gemäss Versorgungsbericht für die nächsten Jahre besonders wichtig, weil gerade auf der Tertiärstufe ein hoher Bedarf besteht, um die Gesundheitsversorgung auch in Zukunft sicher zu stellen.

Erneut mehr Fachfrauen/Fachmänner Gesundheit

Mit dem Schulstart verzeichnet das Bildungszentrum XUND total 686 neue AGS- und FaGe-Lernende. Das sind rund 5% mehr als im Vorjahr. Davon absolvieren 603 Lernende die Lehre Fachfrau/Fachmann Gesundheit: 490 Lernende starten mit der 3-jährigen regulären Ausbildung und 31 Lernende besuchen die Gesundheitsmittelschule. 82 angehende FaGe starten mit der verkürzten Ausbildung für Erwachsene. Insgesamt 162 Lernende (rund 10 % aller FaGe-Lernenden) sind auf dem Weg, die FaGe-Grundbildung mit Berufsmatura abzuschliessen. Die Zahl der AGS-Lernenden ist im Vergleich zum Vorjahr mit 83 neuen Lernenden stabil geblieben. «Besonders erfreulich ist, dass dieses Jahr auch der Männeranteil von 9.5 auf 12.5% angestiegen ist», nehmen Lengen und Meyer zufrieden zur Kenntnis. Dies kann als Indiz gewertet werden, dass sich das Image der Pflegeberufe positiv entwickelt – weg vom reinen Frauenberuf hin zu einem sinnhaften Beruf für beide Geschlechter mit Zukunftsperspektiven.

Grafik 1: Entwicklung Neueintritte von Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales (AGS) und Fachper-sonen Gesundheit (FaGe) in der Zentralschweiz

Grafik 2: Entwicklung Lernende Assistenzpersonen Gesundheit und Soziales (AGS) und Fachpersonen Gesundheit (FaGe) in Ausbildung in der Zentralschweiz